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Brandwein

Die Branntweinherstellung

Branntwein kann aus allen Stoffen hergestellt werden, die zuckerhaltig sind
oder aus denen durch entsprechende Behandlung vergärfähiger Zucker erzeugt werden kann.

Durch alkoholische Gärung und anschließende Destillation in einem Brenngerät wird Branntwein gewonnen.
Dieser kann anschließend für chemische, technische bzw. pharmazeutische Zwecke eingesetzt werden, oder eben als Trinkbranntwein.

Als Rohstoffe für die Herstellung von Branntwein durch Destillation sind alle stärke-, zucker- oder schon alkoholhaltigen Stoffe geeignet.

Die stärkehaltigen Rohstoffe mit sehr geringem oder keinem Zucker (in Deutschland vor allem Kartoffeln, Getreide) müssen jedoch - um vergärfähigen Zucker zu erzeugen - zunächst vorbehandelt werden. Die Stärke wird dabei mit Wasserdampf aufgeschlossen und dann mit Hilfe von Malz zu Maltose und Glucose gespalten. Diesen Vorgang nennt man Maischen.

Die zuckerhaltige Maische (in Deutschland vor allem Maischen aus Obst) wird mit Hefen vergoren. Der darin vorhandene Zucker wird bei der Gärung vollständig in Alkohol und Kohlendioxyd umgewandelt. Nach der Gärung liegt der Alkoholgehalt bei ca. 8-9 % vol.

Die vergorene Maische wird danach "gebrannt", d.h. in einem Brenngerät unter starker Hitze destilliert. Dabei verdampft der während der Gärung gebildete Alkohol. Er wird dadurch von den festen Bestandteilen der Maische und darin enthaltenem Wasser getrennt. In einem Kühler werden die Alkoholdämpfe wieder zu einer Flüssigkeit abgekühlt: Branntwein ist entstanden.

Der Alkoholgehalt des so hergestellten Branntweins ist abhängig von der verwendeten Brennereieinrichtung und dem Alkoholgehalt der Rohstoffe.
Zu Anfang liegt der Alkoholgehalt im sog. Vorlauf bei 75 bis 90 % vol.
Er nimmt während des Destillierens dann stetig ab.
Der Vorlauf enthält allerdings noch belastende Giftstoffe.
Der für die Branntweinproduktion maßgebliche Teil, der Mittellauf, liegt zwischen 65 und 75 % vol.
Gegen Ende der Destillation folgt dann der ungenießbare Nachlauf.

Auch bereits alkoholhaltige Stoffe (z.B. Wein) können nochmals destilliert werden.

Der hergestellte Branntwein wird entweder als Trinkbranntwein unter Wasserzugabe auf Trinkstärke herabgesetzt,
oder für technische, chemische bzw. pharmazeutische Zwecke (z.B. als Lösungsmittel) verwendet.
Bei Verwendung zu technische, chemische bzw. pharmazeutische Zwecken muss der Branntwein aus steuerlichen Gründen vergällt, d.h. ungenießbar gemacht werden.


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